Dienstag, 20. Mai 2008

Deutsch für Exexchangers.

Heute im Flugzeug. Stewardess: Möchten Sie noch etwas Orangensaft? - Ich: Danke, ich bin fein.
Und noch etwas, an das ich mich erinnern muss: Englisch nice ist nicht gleich Deutsch nett. Denn laut studiVZ ist nett ja der kleine Bruder von Scheiße. Daher:

nice = fein

Insgesamt war ich aber positiv überrascht, wie wenig Englisch ich heute in meine ersten Deutschen Konversationen eingebaut hab. Sehr fein. :-)

Ich veramerikanischt?

Heute Nachmittag, Wien 18, Scheibenbergstraße. Es regnet in Strömen, ich habe dank Mama einen Schirm mit dabei. Ich wechsle die Straßenseite und sehe dort ein Mädchen ohne Schirm und Kapuze. Ich biete ihr an, den Schirm mit ihr zu teilen. Sie nimmt an, und ich beginne mit ihr über das schlechte Wetter plaudern. Nach einer Minute trennen sich unsere Wege wieder und sie sagt Danke und auf Wiedersehen. Ich weiß nicht, ob ich das vor ein paar Monaten auch gemacht hätte. Freundlich sein zu einem Fremden auf der Straße, fröhlich über Belangloses reden und dann wieder weitergehen. Hat die oberflächliche, aber wirklich ehrliche Freundlichkeit der Amerikaner Spuren bei mir hinterlassen? In den vergangenen Monaten konnte ich einerseits das Klischee der amerikanischen "How're you doin'"-Mentalität bestätigen, andererseits hab ich die gute Seite dieser Eigenart wirklich zu schätzen gelernt. Solange es einem selbst nicht total besch***** geht, ist es einfach fein, wenn man jemanden hat, der einen danach fragt und der mit einem fröhlich ein paar Worte im Aufzug, in der Supermarktschlage, an der Kassa teilt.

Grüße aus California

Während ich hier im Wiener Regen sitze, lassen sich andere ex-ex-changers die Sonne auf den Bauch scheinen. Aber das Gute daran: Sie denken zumindest an mich und schicken mir sandige Fotogrüße aus San Diego, CA. Danke Marija, danke Kinsha! Viel Spaß noch euch beiden Roadtrippern!

Zurück in Wien!

Ja, ich bin wieder da. Nach 17h Reisezeit bin ich heute in einer Austrian Boeing auf europäischem Boden aufgesetzt. Begrüßt wurde ich von starkem Regen und meiner lang nicht gesehenen Mama. Von der hab ich mich auch heute richtig verwöhnen lassen. Ich bin stolz, dass ichs bis jetzt ohne Schlafen ausgehalten hab, aber jetzt am MEZ-Abend werde ich dann bald ins Bett gehen.
Der Flug war sehr angenehm, danke Papa für das Upgrade! Um diesem grauen Tag noch ein wenig Farbe zu geben, hab ich noch ein paar Bilder von euch von meinem letzten Ausflug in Ithaca, in die Cornell Plantations.






Samstag, 17. Mai 2008

Ruhige Tage auf einem ruhigen Campus

Am Mittwoch brach Will zu seiner Heimreise um die halbe Welt auf. Am Donnerstag fuhren Marija und Kinsha nach New York und weiter per Flugzeug nach San Diego. Am Freitag verabschiedeten sich dann Noortje, Nanine, Marlies und Emmy in Richtung Mexico. Heute, am Samstag, hat Mattias die Heimreise nach Lausanne angetreten. Und viele anderer "meiner Leute" hier haben sich schon verabschiedet. Einerseits ist es ein komisches Gefühl, hier als beinahe letzte überzubleiben. Der ganze Campus ist seit heute Mittag fast wie ausgestorben, weil die ganzen Studentenheime um 14h geräumt sein mussten. Andererseits genieße ich es, dass ich jetzt einmal durchatmen kann und nicht wirklich viel zu tun hab. Leider erlaubt das Wetter nicht wirklich, die Zeit lange im freien zu genießen, es regnet immer wieder und ist recht kalt.

Ich hab für meine letzten zwei Tage in Marios Wohnung Unterkunft gefunden und lasse die Zeit bis zum echten Abschied von Cornell und Ithaca einfach auf mich zu kommen. Insgesamt wirklich ein seltsamen Gefühl.

Es ist gut möglich, dass ich mich hier erst wieder am Dienstag von Wien aus melde.

Donnerstag, 15. Mai 2008

OMG: 3 days left!!

[Bitte um Verzeihung für dieses Bisschen Amerikanismus in meinem blog--- aber das musste jetzt raus. Ich will nicht mein Zimmer räumen müssen, ich will nicht, dass alle wegfahren und ich will auch noch nicht weg!]

Mittwoch, 14. Mai 2008

Clocks

Das große und endlose Verabschieden hat schon lange angefangen, jeden Tag machen sich ein paar meiner Freunde hier auf den Weg nach hause oder auf eine weitere Reise und sagen auf Wiedersehen zu Ithaca, Cornell und den verbliebenen Kollegen. Oft taucht die Frage auf, was denn am letzten Semester am Besten war und jeder fängt zum Nachdenken an. Eines von vielen Highlights für mich war das Glockenkonzert am clocktower. Grund genug, noch einmal die vielen Stufen auf mich zu nehmen:

Der Chimes Master begann das Konzert mit dem Lied "Clocks" von Coldplay. Dieser Song ist mein neues Lieblingsglockenlied, vor allem das schnelle Achtelmotiv am Anfang hat ganz toll geklungen; ich war beeindruckt, wie schnell und präzise der Chimes Master das hingekriegt hat. Und an welchen Ort passt das Lied besser, als in die Glockenstube eines CLOCKtowers?

Die Aussicht war dank den grünen Bäumen heute noch schöner als beim letzten Mal. Das Johnson Museum, genannt: "die Nähmaschine".

Arts Quad. Oder, wie Noortje zu schreiben pflegt: Art Squad. :-)


Sage Chapel.

Becker House. Mein Fenster: dritter Stock (direkt über dem torartigen Durchgang), drittes Fenster von rechts.

Blick nach unten. In der exam week findet man lernende Studenten überall. Hier: unter Büschen.

Montag, 12. Mai 2008

Mein Hibiskus blüht!

Vor drei Wochen hab ich von Will eine Führung durch die ausgedehnten Cornell Glashäuser bekommen. Will, mit dem Hauptfach Pflanzenwissenschaft hatte dort einen seiner Kurse und zeigte mir all die schönen Gewächse, die er in dem Kurs herangezogen hat. Und als Geschenk hab ich dann noch zwei Hibiskuspflanzen und ein paar kleine Geranien und Chrysanthemen im Töpfchen bekommen, die seit damals in meinem Zimmer wohnen. Allerdings ist es den Pflanzen anfangs gar nicht gut gegangen und einen Hibiskus hatte ich schon abgeschrieben. Aber letzte Woche plötzlich, fingen alle Pflanzen an, sich zu erholen, und ein Hibiskus zeigte sogar kleine Ansätze von Blüten. Und heute, ich bin gerade vom Mittagessen gekommen, lacht mir eine große, gelbe Blüte entgegen! Das ist eines der schönsten Abschiedsgeschenke überhaupt für mich, die ich sonst ein phänomenales Talent an den Tag leg, Pflanzen in den Tod zu schicken, selbst wenn ich mich wirklich um sie bemühe.
Danke Will, für die Pflanzen und danke, Pflanzen, fürs Lebendigsein!

Ist sie nicht schön?

Der rechte Bruderhibiskus war schon fast tot, und jetzt hat er wieder schön starke Blätter!

Wasserfälle und -überquerungen

Am Samstag machte ich noch einmal eine Wanderung á la Ithaca: Was das heißt? Wasserfälle natürlich! Schon zum dritten Mal ging's diesmal für mich in den Robert H. Treman State Park, er ist einfach der schönste hier in der Gegend! Und es zahlte sich aus: Diesmal gingen wir am spektakulären "Lord of the Rings" gorge trail und außerdem bekam ich das erste Mal den Park in wunderbarem Grün zu sehen.

Am Weg zum Park kamen wir etwas von den Pfaden abhanden, und dabei fanden wir einen alten Dodge in nicht mehr ganz so frischem Grün.

Einmal mehr die Lucifer Falls, hier von unten...

...von gegenüber - hier sieht man auch den Pfad -...

...von oben...... und von der Seite!

Dass der gorge trail offiziell geschlossen war, muss wohl mit diesem Steinabbruch zu tun haben. Durch diese Schieferplatten, die gerade frisch heruntergefallen aussahen, war ein Teil des kleinen Samstags-Abenteuers.

Vier Flußquerungen auf Baumstämmen am Anfang unserer Wanderung waren der andere Teil. Bei der ersten, wie man sieht, wirklich harmlosen Querung, war ich noch besorgt um das Wohl meiner Kamera im Rucksack. Bei der zweiten gab's dann nichts mehr zum anhalten und die letzten zwei waren überhaupt spektakulär, aber ich bin trockenen Fußes (und Kameragehäuses) viermal über den Enfield Creek gekommen.

Noortje, Nanine und ich.

Eine seltene Variante des amerikanischen Rothut-Sonnenglöckchens. Oder so ähnlich. :-)

Um auch der Fauna einen Platz in diesem Blog einzuräumen, hier ein Bild von diesem wunderschönen Adler...

... und einer 1 cm großen haarigen Raupe!

Und jetzt muss ich wieder lernen gehen. In sieben Tagen fliege ich übrigens schon wieder nach Hause!

Sonntag, 11. Mai 2008

Lernen und Leben

Es ist Sonntag, und in zwei Tagen beginnen meine Abschlussprüfungen. Es fällt mir oft schwer in den letzten Tagen, mich aufs Lernen zu konzentrieren. Einerseits sind die drei Prüfungen zwar die wichtigsten vom ganzen Semester, andererseits denk ich natürlich auch dauernd daran, dass ich bald weg muss, ich möchte möglichst viel Zeit draußen verbringen, mit den anderen Austauschstudenten und anderen Freunden, von denen viele schon fertig sind mit ihren finals. Ich wünschte, ich hätte auch noch eine Woche Zeit wie sie, um mich nur den schönen Dingen des Lebens hier zu widmen. So versuch ich eben - mit mäßigem Erfolg - die Balance zwischen Lernen und Freizeit zu halten, es ist ja nur mehr für ein paar Tage.

Die große Hitze von Ende April ist vorbei, aber wir haben noch immer recht schönes Wetter und der Campus wird von Tag zu Tag schöner.

Die saftig grüne Wiese im Arts Quad.

Blüh!

Große Tulpen am Liberty Hyde Bailey Loop, einer kleinen gärtnerischen Oase mitten am Campus. Mr. Liberty Hyde Bailey war ein Cornellscher Horticulturalist (also ein akademischer Gärtner) der mit seinem Engagement für die Cornell Plantations und alles andere, was da so grünt am Campus, das Cornell College of Agriculture and Life Sciences weltberühmt gemacht hat.

Eine ganz andere Stimmung findet sich beim War Memorial im Eingangsraum der Anabel Taylor Hall. Dieses Gebäude, Sitz der Cornell United Religious Work ist nicht Kirche, nicht Synagoge, keine Moschee oder ein anderer Tempel sondern ein Haus aller Religionen, in Cornell Terminologie ein interfaith center.

Gleich neben Anabel Taylor Hall ist die Cornell Law School, die ebenso wie die gothics am West Campus aus massiven Sandstein im Hogwarts-Stil erbaut ist. Dunkelblauer Himmel, Mondlicht und die auch um 21h noch immer satten Farben des beginnenden Sommers machen mir hier mit schönem Licht eine Freude.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Volleyball

Ich hoffe, niemandem auf die Nerven zu gehen, wenn ab sofort jeder meiner Einträge von einem gewissen Seufzen begleitet sein wird. Aber ich merk einfach, während ich hier meine letzten paar Tage genieße, dass mir vieles hier schon sehr abgehen wird. Was mir ganz besonders abgehen wird: Viele Facetten des Leben im Becker House. Allem voran natürlich einige der Leute die hier Leben, besonders aus dem vierten Stock! Aber auch die kleinen schönen oder einfach nur praktischen Dinge des Alltags hier: das so gut wie rund um die Uhr frisch gekochte dining hall Essen, davon besonders die Salatbar, der Schokopudding, das Stracciatellaeis, Oatmeal, Couscous, Stir fry by design. Das Bad, das einmal wöchentlich geputzt wird, die New York Times jeden morgen, der Wäschetrockner.
Was mir auch ganz besonders abgehen wird: Die house activities! Gratistickets für allerlei Aufführungen, Ausflüge, Diskussionen, Desserts in House Professor Cindy Hazan's Appartment, und vieles mehr. Sicher nicht meine letzte, aber eine besonders lustvolle house activity, war gestern das Volleyballspielen am Beckerrasen.

Blick auf unser House Green.

Ali, ein Klassenkollege von mir und Doktoratsstudent im ersten Jahr aus Dubai. Und ein Akrobat:

Kunststück No.1: Hoch das Bein! Mario hüpft mit.

Kunststück No.2: Ein dem Fußball entlehntes Maneuver.

Kunststück No.3: The raindance. Yeah Ali!

Cruising Cayuga

Heute Nachmittag wurden wir Austauschstudenten des CALS (College of Agriculture and Engineering) von unseren Betreuern auf eine Schifffahrt am Cayuga Lake eingeladen. Diese Fahrt hat offenbar eine lange Tradition und bringt alle internationalen exchangers nochmal zusammen, bevor sie wieder aufbrechen in alle Himmelsrichtungen.

Einer der privaten Häfen am Kanal, der in den großen Cayuga Lake mündet.

Die Türme von Cornell, vom See aus gesehen. Dieses Szenerie findet sich auch in der Cornell Alma Mater wieder, die mit den Worten "Far above Cayuga's waters" beginnt.


Cornell hat natürlich auch ein Bootshaus, wo die Ruderer ihr Zuhause haben.

Ich mit den advisors Christine und Bonnie. Christine hat interessanterweise eineinhalb Jahre in Bad Ischl gelebt! Sie kennt natürlich auch Hallstatt und das gleiche gilt für Bonnie, die gemeint hat, dass Hallstatt für sie der schönste Ort auf der Welt ist. Da bin ich richtig stolz geworden.

Die exchange family. Mein Wehmut, dass ich so bald wieder nach Haus muss, ist am wachsen.

Sonntag, 4. Mai 2008

Slope day in Bildern

Ein paar kleine Kuriositäten von slope day. Wer noch nicht weiß, was slope day ist: vorherigen Artikel lesen!

Kevin, ein roter Ball, moi.

slope fights. Waren aber harmlos.

slope day upside down.

Friedliche Wiesenschläfer der Kategorie "zu früh mit dem Trinken angefangen".

Kinsha und Santa Claus.

Slope day, oder der Übergang vom Worka- zum Alcoholic

Am Freitag hatte ich meine letzte Vorlesung. Die Tage davor waren sehr anstrengend, ich hatte noch einige assignments zu erledigen, darunter auch mein längstes paper dieses Semesters. Dass ich an dessen rechtzeitigen Fertigstellung Dienstag, Mittwoch und Donnerstag beinahe rund um die Uhr gearbeitet hab, ist auf meinem eigenen Mist gewachsen, kann mich also nicht beklagen. Bei allem Zeitmanagement, das ich über die letzten Monate wirklich recht erfolgreich durchgezogen hab, bin ich jetzt am Schluss doch noch zu einer last minute Abgeberin geworden. Nicht empfehlenswert, aber für die paar Tage der letzten Woche tragbar.
Und am Freitag ging dann alles ganz schnell: Noch ein Mal früh aufstehen, den Aufsatz Korrekturlesen und abgeben, mich für meine letzte discussion section (mein geliebtes Freitagsseminar zur Cell Proliferation & Senescence Vorlesung) vorbereiten, zu eben diesem Seminar hingehen und dann: The semester is over! Finito! Basta! Tutto completo! Und: SLOPE DAY!

Slope day, dieser höchste Feiertag des Cornell-Jahres, findet immer am letzten Freitag der Vorlesungszeit statt und ist ein einziges großes Paradoxon: In mitten der hektischen und mühsamen Zeit zu Ende des Jahres, inmitten aller Regeln und Kontrollen des braven Undergrad-Alltags findet hier ein Riesenfest statt, das sich nur um eine Sache dreht: Alkohol. Was sich äußerlich wie ein eintägiges Musikfestival zeigt - Rockbands auf einer großen Bühne, Massen von Studenten auf einem eingezäunten Gelände auf der Wiese (ja, auf meiner slope, auf meinem Hang zwischen West und Central Campus!) - entpuppt sich schnell als eine einzige große Huldigung des glasklaren Spiritus Sancti. Wer nicht am Vormittag noch Vorlesung hat oder die letzte Vorlesung spritzt, der fängt spätestens um 10h morgens zum Trinken an, und die unter 21-Jährigen zeigen sich an diesem einen Tag als besonders motivierte Frühaufsteher. Offiziellen Alkoholverkauf am Gelände gibt es zwar nur für alte Hasen wie mich (21+) und auch nur in Form von Bier und mit rigoroser Ausweiskontrolle, doch das tut dem Massenbesäufnis aller Altersstufen keinen Abbruch.
Schon Tage zuvor kündigte sich das seltsame Ereignis an: Einerseits mit der Errichtung von Zäunen auf der Piste und andererseits mit den Versenden von Flyern mit Informationen zu verantwortungsbewusstem Umgang mit Alkohol am slope day. Der schöne Titel des Flyers: "10 Top Ways to Ensure You Don't Miss the Music!" Mein Favorit: Tipp No.5 "Pace and limit the number of your drinks to achieve optimal BAC (Blood Alcohol Concentration)".
Ja! Da ist es wieder, das Land des Optimierens und Maximierens! Ich weiß nicht ob man Exchangestudenten besonders misstraut, oder ob es allen so gegangen ist, ich habe jedenfalls den gleichen Flyer an drei aufeinanderfolgenden Tagen in meinem Postkasten gefunden.

Die Universität, die das ganze Geld für den slope day zur Verfügung stellt (Eintritt frei!, 1 Bier 1 Dollar), ist sich wohl bewusst, dass die amerikanischen Studenten in der Regel nicht mit Alkhohol umgehen können, deswegen stellt man ein Heer von Voluntären und Sanitätern zur Verfügung, die Wasser austeilen, jedem, der ein Bier kauft, einen Bagel dazu in die Hand drücken und umgefallene Studenten aufklauben. Im Wesentlichen ist slope day eine gigantische Wir-drücken-mal-ganz-fest-beide-Augen-zu-Aktion der Uni.

Verglichen mit anderen lustigen Abenden[1] war mein eigener Alkoholkonsum am Freitag sehr gemäßigt. Ich hab mich mehr aufs Beobachten beschränkt: eine interessante Erfahrung. Sagen wir's mal so: Die Frage, ob eine höhere Altersgrenze für Alkoholkonsum (21 statt 16 bzw. 18) dazu beiträgt, dass Jungtrinker besser mit Alkohol umgehen können, hat sich mal wieder selbst beantwortet. Komatrinken bleibt Komatrinken, ob in einer Mistelbacher Dorfdisko mit 14 Jahren oder auf der Cornell slope mit 19. Kein schöner Anblick...

Die Musik war furchtbar: Wer Lust auf einfallslosen amerikanischen Hiphoprock mit peinlichen Texten (zB über SMS-Schreiben) hat, gesungen von pseudojugendlichen arroganten Sexisten ("We're happy to be here and f*** some nice girls here in Vaginas[2]"), dem sei die Band Gym Class Heroes empfohlen.

Und trotzdem: Irgendwie war's schon lustig. Und um 5 Uhr am Nachmittag war der Spuk auch schon wieder vorbei, zu einer Zeit wo die Hälfte der 10 a.m. drunkards eh schon im Gras schlummerte. Fotos folgen in Kürze.

[1] ein bisschen Erasmus-Flair hat mein exchange term hier in Amerika ja schon.
[2] Offenbar eine Anspielung auf eine der kursierenden Varianten des grünen "Ithaca is Gorges" T-shirts, das, warum auch immer, den Text "Ithaca is Vaginas" zeigt.