Professor Volker M. Vogt (VMV) war heute auf einer Tagung, weswegen die heutige Zellbiologievorlesung von Bill Brown gehalten wurde, der vor VMV das Fach gelesen hatte. Auf seinem Mac-Bildschirm hüpfte vor der Powerpointpräsentation ständig in der Programmleiste das Eudora-Symbol auf und ab; offenbar das Zeichen dafür, dass neue Nachrichten im E-mail Eingang sind. Nach ein paar Minuten schaute er verzweifelt in die Menge:
"Can anybody please tell me how to stop Eudora from jumping around on my computer? I'd be grateful for the rest of my life." - Eine Studentin: "Just quit." - "Oh, if you knew, for how many years I've been thinking about doing that..." [Die Studentin, leicht erschrocken, "No, the program."]
Aber auch VMV hat mich einmal durch einen unbeabsichtigte Buchstabenschüttler zum Lachen gebracht, es ging um den vom Zellkern abgewandten Teil des Golgi-Apparats: "And the fart pacin..., ermh, the part facing the outside..."
Montag, 31. März 2008
Sonntag, 30. März 2008
"I'm not there", but Mr. Haynes is, im Kinoparadies

Gestern abend segnete mich das organisierte Leben am West Campus mit einer besonderen Gelegenheit: Es gab Freikarten für den Film I'm not there, die in jeder Hinsicht unkonventionelle Filmstudie zu "den vielen Leben Bob Dylans". Ein sehenswerter, für Dylan-Kenner wohl etwas verwirrender, für Dylan-Nicht-Kenner (wie mich) absolut verwirrender Film, der aber auch ohne Verständnis seiner Lagen und Stränge schon allein filmisch beeindruckt. Das Bild zeigt die sechs Figuren, die Dylan repräsentieren; für die Cate Blanchett rechts unten gab's bekanntlich eine Oscar-Nominierung. Kreiert hat sie, die Figuren, allesamt ein Mann: Regisseur Todd Haynes. Und genau dieser war gestern Abend in Cornell zu Besuch, hat ein Statement vor der Vorstellung gegeben und ist danach noch für ein Gespräch mit einem angesehenen Filmkritiker geblieben- diesen Teil habe ich leider verpasst.
Die Cornell Universität betreibt zwei Kinos, eines in Williard Straight Hall, eines in Uris Hall. Ersteres ist ein wirklich schöner, alter Kinosaal mit Theaterarchitektur, letzteres ist ein großer Hörsaal, den man mit einem Projektor ausgestattet hat. All meinen Vorsätzen und Wünschen der letzten Jahre, öfters ins Kino zu gehen, kann ich hier wunderbar nachkommen. So häufig wie in den letzten Wochen war ich überhaupt noch nie im Kino, wenn ich mich nicht verzählt habe, acht Mal in zehn Wochen. Mit dem Becker House komme ich immer wieder gratis ins Kino, ansonsten zahle ich für eine Karte vier Dollar (€2,50).
Es ist ein Kinoparadies: Günstig, keine 10 Minuten von meiner Haustür entfernt, das Programm ist abwechslungsreich, an stets wechselnden Themenschwerpunkten orientiert, immer von hoher Qualität, und im dauernden Wechsel: Die meisten Filme werden nur circa zwei Mal gezeigt. So kommt es, dass ich mittlerweile
- einen must-see Klassiker (Woody Allens Manhattan) gesehen habe,
- die für den letzten Oscar nominierten Kurzfilme,
- amerikanische Filme von
- leicht unkonventionell (das Alaska-Epos Into the Wild)
- über unkonventionell (die indische Eisenbahnkomödie Darjeeling Limited)
- bis zu total unkonventionell (I'm not there)
- dazu noch eine Dokumentation über die Urbanisierung Texas' (The Unforeseen)
- den Oscar-Gewinner (bester Film, No country for old men)
- und auch noch ein schräges peruanisches Dorfdrama. (Madeinusa)
Gebt mir so ein Kino in Wien und ich werde zur lebenslangen Cineastin!
Samstag, 29. März 2008
"Wandern"!
Heute hatte ich den ersten Ausflug mit meinem Sportkurs: "Saturday Day Hiking" nennt sich die Lehrveranstaltung[1], die daraus besteht, in einer kleinen geführten Gruppe an vier Samstagen einen Tag lang in der Finger Lakes Region Wandern zu gehen. Ich habe meine guten Schuhe angezogen, mein bestes Sportgewand angezogen, Proviant eingepackt und meinen Camelbag mit Wasser gefüllt.
Wir waren im Endeffekt zwar dann nur 3 Stunden unterwegs - mit Sport hatte es wenig zu tun und die Ausrüstung kam mir etwas übertrieben vor-, aber es war trotzdem irrsinnig wohltuhend, nach einer im Zimmer arbeitend verbrachten Woche hinauszugehen in die strahlende Sonne, in den Schnee, an die frische Luft. Mein Hirn fühlt sich so richtig schön durchgelüftet an und ich freu mich schon jetzt auf den nächsten Samstag. Dann werden wir mit einem Kleinbus weiter weg fahren; heute waren wir nur rund um den Campus "wandern".
Fall Creek und die Brücke, die zu den Cornell Plantations führt.
[1] Ja, hier in Amerika sind die Sportkurse tatsächlich Teil des regulären universitären Lehrangebots! Ich bekommen einen ganzen Credit dafür. Vielleicht, wenn ich mich geschickt anstelle, kann ich mir sogar einen Bokukurs dafür anrechnen lassen. Die Boku hat ja schließlich auch genug LVAs, die im Freien stattfinden, und ich lerne hier in meinem Kurs sogar einiges über Bäume und Tiere der Wildnis; Irgendeinen UBRM[2] Kurs wird man mir dafür schon geben ;-)
[2] UBRM = Umwelt- und Bioressourcenmanagement, das neueste, äußerst beliebte Bakkalaureatsstudium der Universität für Bodenkultur, das von anderen Boku-Studenten oft belächelt wird, weil es zumindest zum Zeitpunkt der Einführung sehr leicht gewesen sein dürfte. Ob es der Lehrplankommission mittlerweile gelungen ist, dem Studium mehr "Profil" zu verleihen, weiß ich nicht.
Wir waren im Endeffekt zwar dann nur 3 Stunden unterwegs - mit Sport hatte es wenig zu tun und die Ausrüstung kam mir etwas übertrieben vor-, aber es war trotzdem irrsinnig wohltuhend, nach einer im Zimmer arbeitend verbrachten Woche hinauszugehen in die strahlende Sonne, in den Schnee, an die frische Luft. Mein Hirn fühlt sich so richtig schön durchgelüftet an und ich freu mich schon jetzt auf den nächsten Samstag. Dann werden wir mit einem Kleinbus weiter weg fahren; heute waren wir nur rund um den Campus "wandern".
Fall Creek und die Brücke, die zu den Cornell Plantations führt.[1] Ja, hier in Amerika sind die Sportkurse tatsächlich Teil des regulären universitären Lehrangebots! Ich bekommen einen ganzen Credit dafür. Vielleicht, wenn ich mich geschickt anstelle, kann ich mir sogar einen Bokukurs dafür anrechnen lassen. Die Boku hat ja schließlich auch genug LVAs, die im Freien stattfinden, und ich lerne hier in meinem Kurs sogar einiges über Bäume und Tiere der Wildnis; Irgendeinen UBRM[2] Kurs wird man mir dafür schon geben ;-)
[2] UBRM = Umwelt- und Bioressourcenmanagement, das neueste, äußerst beliebte Bakkalaureatsstudium der Universität für Bodenkultur, das von anderen Boku-Studenten oft belächelt wird, weil es zumindest zum Zeitpunkt der Einführung sehr leicht gewesen sein dürfte. Ob es der Lehrplankommission mittlerweile gelungen ist, dem Studium mehr "Profil" zu verleihen, weiß ich nicht.
Freitag, 28. März 2008
Wäh!
Today: Periods of freezing rain, snow showers and sleet before 9am, then periods of rain, snow, and freezing rain between 9am and noon, then periods of snow showers after noon. High near 36. North wind between 7 and 10 mph. Chance of precipitation is 90%. Total daytime snow and sleet accumulation of around an inch possible.
- Der Cornell Weather Report:
Heute: Gefrierender Regen, Schneeschauer und Graupeln vor 9h früh, dann Regen, Schnee und gefrierender Regen zwischen 9h früh und Mittag, dann nach Mittag Schneeschauer.
Danke für die genaue Information.
Wo ist mein Uhrturm? Zu schreiben, man könne ihn am Horizont erahnen, wäre purer Euphemismus... Ich will meine Aussicht zurück!
- Der Cornell Weather Report:
Heute: Gefrierender Regen, Schneeschauer und Graupeln vor 9h früh, dann Regen, Schnee und gefrierender Regen zwischen 9h früh und Mittag, dann nach Mittag Schneeschauer.
Danke für die genaue Information.
Donnerstag, 27. März 2008
Leiheltern zu Besuch
Liebe Mama, lieber Papa!
Während eure Tochter für viereinhalb Monate in die Fremde geschickt wurde, verbringt ihr jetzt also eine Woche Urlaub auf dem Arlberg, bei Neuschnee, anstatt eurem einsamen Kind einen Besuch abzustatten. Wisst ihr was? Würd' ich ganz genau so machen! Ich wünsch euch noch viel Spaß bei der einzigen sinnvollen Aktivität, die man bei so gemeinem Winterwetter Ende März machen kann.
Um nicht ganz zur Strohwaisen zu verkommen, habe ich mir am ersten Springbreak-Sonntag Noortjes Eltern ausgeborgt, die für zwei Wochen von Holland in die USA gekommen sind. Ich und meine neue Familie-für-einen-Tag hatten ein Mietauto und nutzten die Gelegenheit, um alle Naturschönheiten rund um Ithaca zu besichtigen: einen Wasserfall, noch einen Wasserfall, und noch einen Wasserfall. Wirklich schön! Und dann wurde ich sogar noch auf einen Kaffee eingeladen. Und am Abend davor auf zwei(!) Bier! Bin ich gierig?
Da ich von Noortjes Mutter weiß, dass sie öfters in meinen blog schaut, nütze ich die Gelegenheit um nochmal DANKE für den schönen Tag zu sagen! Auf meinem Webalbum gibt's wie so oft übrigens noch mehr Wasserfallfotos. Ach ja: Und DANKE Noortje fürs Familiensplitting!
Papa, Mama, Schwesterlein.
Wasserfall No.1: Taughannock Falls. Die haben mir am besten gefallen. Schlank und steil.


Wasserfall No.2.: Im Robert H. Treman State Park. Sprudelnd.
Wasserfall No.3: Buttermilk Falls. Stufig.
Während eure Tochter für viereinhalb Monate in die Fremde geschickt wurde, verbringt ihr jetzt also eine Woche Urlaub auf dem Arlberg, bei Neuschnee, anstatt eurem einsamen Kind einen Besuch abzustatten. Wisst ihr was? Würd' ich ganz genau so machen! Ich wünsch euch noch viel Spaß bei der einzigen sinnvollen Aktivität, die man bei so gemeinem Winterwetter Ende März machen kann.
Um nicht ganz zur Strohwaisen zu verkommen, habe ich mir am ersten Springbreak-Sonntag Noortjes Eltern ausgeborgt, die für zwei Wochen von Holland in die USA gekommen sind. Ich und meine neue Familie-für-einen-Tag hatten ein Mietauto und nutzten die Gelegenheit, um alle Naturschönheiten rund um Ithaca zu besichtigen: einen Wasserfall, noch einen Wasserfall, und noch einen Wasserfall. Wirklich schön! Und dann wurde ich sogar noch auf einen Kaffee eingeladen. Und am Abend davor auf zwei(!) Bier! Bin ich gierig?
Da ich von Noortjes Mutter weiß, dass sie öfters in meinen blog schaut, nütze ich die Gelegenheit um nochmal DANKE für den schönen Tag zu sagen! Auf meinem Webalbum gibt's wie so oft übrigens noch mehr Wasserfallfotos. Ach ja: Und DANKE Noortje fürs Familiensplitting!
Dienstag, 25. März 2008
Ich bin ja so europäisch!
Heute Abend steigt eine Amerikanerin zu mir in den Aufzug ein. Wir waren uns bis jetzt noch nicht begegnet; sie sieht mich eine halbe Sekunde lang an, dann fragt sie mich: Are you from Europe? Ja, bin ich, woher weißt du das? Well, just from your style, last year I was on exchange in Sweden...Und da ist sie auch schon wieder ausgestiegen. Ich sehe an mir herab:
- Ballerinas statt Sneakers.
- Röhrenjeans statt Jogginghosen.
- Ein ausgeschnittener schwarzer Feinstrickpulli statt einem Cornell-Kapuzenpulli.
Ja und dann natürlich noch der seit ein paar Tagen noch kürzere Kurzhaarschnitt (siehe Foto) statt langen, langen Haaren, wie sie hier 99% aller Mädels haben. Ja, ich bin wirklich europäisch. Gut so.
Montag, 24. März 2008
Ein Lämmchen mit der Post!
Sonntag, 23. März 2008
Ostern in Ithaca
Ostern ist zwar nicht Weihnachten, und trotzdem hab ich mir ein wenig Gedanken gemacht, ob es seltsam sein würde, Ostern nicht daheim zu verbringen. Hier in der Ferne merke ich erst, wie gern ich eigentlich ganz nach der guten alten Art Feiertage aller Art verbringe, mit meiner Familie, am Land, mit allen Bräuchen: Eierpecken, die Ostermesse, Selchfleisch, Spazierengehen, Schokohasen suchen. Dass das Osterwochenende hier in Ithaca für mich nicht zu einem 0815-Wohnheimwochenende würde - noch dazu in einem fast leeren Wohnheim, wir haben ja noch immer Ferien-, das musste ich diesmal selbst in die Hand nehmen. Aber es war nicht schwer, Freunde für diese Initiative zu gewinnen.
Samstag Abend hab ich zum ersten und vielleicht einzigen Mal hier den Kochlöffel in die Hand genommen und für eine kleine Runde ein Osteressen gekocht:
Niedertemperatur-Rindsfilets in Olivenöl-Dijonsenf-Marinade mit Honig-Balsamico Kruste, dazu Fisolen und Röstkartoffel. Is that Austrian cooking?- No, it's more like Magdalena cooking. Aber die gedünsteten Fisolen und die Bratkartoffel begegnen einem in der österreichischen Küche durchaus oft, erkläre ich Mario.
Mario aus Brasilien, Kinsha aus Australien und Will aus Zimbabwe/Neuseeland.
Und heute, am Ostersonntag, bin ich dann in die schön volle Sage Chapel zur Messe gegangen, und dann haben wir uns gegenseitig in unseren Zimmer Schokoeier versteckt. Soll ja niemand auf die Idee kommen, dass Studenten nicht mehr für sowas zu haben seien!
Fazit: Es braucht nicht viel, um Feiertage zu Feier-Tagen zu machen. Trotzdem bin ich glücklich, dass ich zu Weihnachten nicht hier sein werde.
Ja und jetzt? Einen freien Ostermontag kennt man hier leider nicht, morgen um 8:40h werde ich wieder im Hörsaal sitzen, am Nachmittag im Labor stehen und am Donnerstag eine Prüfung schreiben. Wenn ich aber noch ein Stückchen weiter voraus blicke, dann sind da aber nur mehr sechs Wochen Vorlesungen, dann noch zwei Wochen Lern- und Prüfungszeit; Ja und dann flieg ich auch schon wieder heim. Zeit, wohin fliegst du?
Samstag Abend hab ich zum ersten und vielleicht einzigen Mal hier den Kochlöffel in die Hand genommen und für eine kleine Runde ein Osteressen gekocht:
Und heute, am Ostersonntag, bin ich dann in die schön volle Sage Chapel zur Messe gegangen, und dann haben wir uns gegenseitig in unseren Zimmer Schokoeier versteckt. Soll ja niemand auf die Idee kommen, dass Studenten nicht mehr für sowas zu haben seien!
Fazit: Es braucht nicht viel, um Feiertage zu Feier-Tagen zu machen. Trotzdem bin ich glücklich, dass ich zu Weihnachten nicht hier sein werde.
Ja und jetzt? Einen freien Ostermontag kennt man hier leider nicht, morgen um 8:40h werde ich wieder im Hörsaal sitzen, am Nachmittag im Labor stehen und am Donnerstag eine Prüfung schreiben. Wenn ich aber noch ein Stückchen weiter voraus blicke, dann sind da aber nur mehr sechs Wochen Vorlesungen, dann noch zwei Wochen Lern- und Prüfungszeit; Ja und dann flieg ich auch schon wieder heim. Zeit, wohin fliegst du?
Samstag, 22. März 2008
Thousand Islands
Auf der Rückfahrt nahmen wir den Grenzübergang östlich von Kingston, durch die wunderschöne Thousand Islands Region. Hier liegen 1864 kleine Inseln inmitten des St. Lorentz Stroms. Zwei große Stahlbrücken verbinden Kanada mit einer Insel, auf der die Grenzkontrolle stattfindet, und die Insel mit den USA. Was früher ein heißumkämpftes Stück Land war - über 400 versenkte Schiffe liegen hier am Grund verbrogen - ist heute ein Wochenend- und Ferienerholungsgebiet. Im Winter ist hier alles verlassen, doch an Schönheit geht ganz und gar nichts verloren, im Gegenteil: Das Zusammenspiel aus dem hellblauen Himmel, dem Eis und Schnee, den sattgrünen Nadelbäumen und dem dunkelblauen Wasser des Stromes ist wunderbar! Umso mehr schade, dass ich erst nach einigen Fotos gemerkt hab, dass der Weißabgleich meiner Kamera falsch eingestellt war. Aber der Blaustich ist doch auch recht schön anzusehen...





Der kleine Silberne ist übrigens unser Wagen!





Der kleine Silberne ist übrigens unser Wagen!
Bilder aus Ottawa
In der Haupstadt Kanadas wurde der Schnee weniger, aber ein eiskalter Wind pfiff uns um die Ohren und ließ die ausgedehnten Spaziergänge die wir in den anderen Städten gemacht hatten diesmal trotz Sonnenschein zusammenschrumpfen.
Schutz vor der Kälter fanden wir in der großen Markthalle des Byward Market, einem Marktviertel das viele Restaurants beherbergt.
Die Docks des Rideau Canal, der in den Ottawa River mündet. Der Ottawa River wiederum trennt die beiden Staaten Ontario und Quebec. Die französische Halbstadt auf der anderen Seite nennt sich Gatineau.
Das neugotische Parlament von Kanada.
Der Fluß ist natürlich zugefroren.
Sonnenuntergang.
Am Parliament Hill hat man ein Haus für die Straßenkatzen errichtet. Die Tiere werden auch geimpft und gefüttert.
Ich hab ja vor ein paar Tagen angekündigt, Poutine essen zu gehen. Und es stellte sich heraus: Was nicht gut klingt (Pommes, Käse, Bratensaft), das nicht gut schmeckt. Poutine fällt wohl eindeutig in die Kategorie "Hungerstillendes Essen zwischen 2h und 5h früh nach substantiellem Alkoholgenuss". Auch sonst dürfte die kanadische Küche nicht viel zu bieten haben, falls es so etwas überhaupt gibt, Lokale lassen sich jedenfalls nicht finden. Wir landeten fürs Abendessen entweder in Irish Pubs, französischen Bistros und einmal bei einem Griechen. Einwanderungsländer tuen wohl gut daran, sich den kulinarischen Traditionen der Heimaten ihrer Bewohner zu bedienen.
Aber: Ich hab ein kanadisches Bier gefunden, das mir überaus gut geschmeckt hat: Elchkopf!

Das Parlament am Karfreitsmorgen.
Die Brücke zwischen Ottawa und Gatineau.
Schutz vor der Kälter fanden wir in der großen Markthalle des Byward Market, einem Marktviertel das viele Restaurants beherbergt.
Die Docks des Rideau Canal, der in den Ottawa River mündet. Der Ottawa River wiederum trennt die beiden Staaten Ontario und Quebec. Die französische Halbstadt auf der anderen Seite nennt sich Gatineau.
Das neugotische Parlament von Kanada.
Der Fluß ist natürlich zugefroren.
Sonnenuntergang.
Am Parliament Hill hat man ein Haus für die Straßenkatzen errichtet. Die Tiere werden auch geimpft und gefüttert.Ich hab ja vor ein paar Tagen angekündigt, Poutine essen zu gehen. Und es stellte sich heraus: Was nicht gut klingt (Pommes, Käse, Bratensaft), das nicht gut schmeckt. Poutine fällt wohl eindeutig in die Kategorie "Hungerstillendes Essen zwischen 2h und 5h früh nach substantiellem Alkoholgenuss". Auch sonst dürfte die kanadische Küche nicht viel zu bieten haben, falls es so etwas überhaupt gibt, Lokale lassen sich jedenfalls nicht finden. Wir landeten fürs Abendessen entweder in Irish Pubs, französischen Bistros und einmal bei einem Griechen. Einwanderungsländer tuen wohl gut daran, sich den kulinarischen Traditionen der Heimaten ihrer Bewohner zu bedienen.
Aber: Ich hab ein kanadisches Bier gefunden, das mir überaus gut geschmeckt hat: Elchkopf!

Das Parlament am Karfreitsmorgen.
Die Brücke zwischen Ottawa und Gatineau.
Bilder aus Québec
Aus meinen bisherigen Erzählungen von der Stadt Québec wird euch wohl nicht überraschen, dass die dominierende Farbe dieser Bilderserie Weiß ist. Ich bin nach wie vor aus dem Häuschen, wenn ich diese Bilder seh- Soviel Schnee in einer Stadt, wie ichs sonst nur hoch oben am Berg gesehen hab. Und das im März! Der Winter ist übrigens ein 25-Jahres Rekordwinter.
Der Ausgang aus der Tiefgarage.
Battlefield Ground, ein ausgedehnter Park gleich neben den alten Stadtmauern.
Parken an der Straße durch den Park ist verboten.
Eine nette Bank mit Aussicht auf den mit Eisschollen bedeckten St. Lorentz Strom.
Québec ist wohl einer der wenigen Teile der Welt, wo die Farbe der Revolution nicht rot, sondern blau ist. Die blaue Lilie als Gegensymbol zum roten Ahornblatt begegnet einem immer wieder. Der Wille zur politischen Unabhängigkeit des französischsprachigen Kanadas ist nach wie vor sichtbar.
Langsam schieben sich die Schollen am Strom vorwärts, das andere Ufer ist kaum zu erkennen.
Das beeindruckende Chateau Frontenac dominiert das Gesicht der Altstadt, das nach Osten auf den Strom blickt.
Ein einsames Maple Leaf auf einem Pavillon.
Es gibt tatsächlich Autofähren, die durch die Schollen kreuzen.
Die ummauerte Altstadt von Québec ist noch stärker als Vieux-Montréal touristisch geprägt. Sie verliert aber trotzdem nicht an Charme. Die Petite Champlain war übrigens die einzige Straße der Stadt, wo man trotz des Wetters viele Leute sehen konnte. Sie wurden von Reiseführern zwischen den Souvenirshops durchgeschleust.
Schön ist Québec aber nicht nur im alten Teil: Ein kleines Stück spazierten wir auch außerhalb auf der Rue St. Jean, einer sehr schönen, modernen, überschaubaren Einkaufsstraße mit vielen Lokalen und vielen jungen Leuten. In dieser Straße sahen wir auch gleich drei stylishe Frisörläden. Und da meine Haare schon viel zu lang waren und weil ich in Ithaca noch keinen vertrauenswürdig aussehenden Frisör gefunden hab, nutzten Kinsha (dessen Haar ihm auch schon viel zu lang war) und ich die Gelegenheit und ließen einige Zentimeter Haar bei einem Studio namens Aquarium liegen.
Auf der Fahrt aus der Stadt hinaus durchquerten wir einige Wohnviertel, die auch allesamt auf mich einen sehr lebenswerten Eindruck gemacht haben. Québec ist definitiv eine Stadt, die ich nocheinmal besuchen möchte, aber bitte im Hochsommer, wenn der Schnee vielleicht schon weniger geworden ist!
Der Ausgang aus der Tiefgarage.
Battlefield Ground, ein ausgedehnter Park gleich neben den alten Stadtmauern.
Parken an der Straße durch den Park ist verboten.
Eine nette Bank mit Aussicht auf den mit Eisschollen bedeckten St. Lorentz Strom.
Québec ist wohl einer der wenigen Teile der Welt, wo die Farbe der Revolution nicht rot, sondern blau ist. Die blaue Lilie als Gegensymbol zum roten Ahornblatt begegnet einem immer wieder. Der Wille zur politischen Unabhängigkeit des französischsprachigen Kanadas ist nach wie vor sichtbar.
Langsam schieben sich die Schollen am Strom vorwärts, das andere Ufer ist kaum zu erkennen.
Das beeindruckende Chateau Frontenac dominiert das Gesicht der Altstadt, das nach Osten auf den Strom blickt.
Ein einsames Maple Leaf auf einem Pavillon.
Es gibt tatsächlich Autofähren, die durch die Schollen kreuzen.
Die ummauerte Altstadt von Québec ist noch stärker als Vieux-Montréal touristisch geprägt. Sie verliert aber trotzdem nicht an Charme. Die Petite Champlain war übrigens die einzige Straße der Stadt, wo man trotz des Wetters viele Leute sehen konnte. Sie wurden von Reiseführern zwischen den Souvenirshops durchgeschleust.Schön ist Québec aber nicht nur im alten Teil: Ein kleines Stück spazierten wir auch außerhalb auf der Rue St. Jean, einer sehr schönen, modernen, überschaubaren Einkaufsstraße mit vielen Lokalen und vielen jungen Leuten. In dieser Straße sahen wir auch gleich drei stylishe Frisörläden. Und da meine Haare schon viel zu lang waren und weil ich in Ithaca noch keinen vertrauenswürdig aussehenden Frisör gefunden hab, nutzten Kinsha (dessen Haar ihm auch schon viel zu lang war) und ich die Gelegenheit und ließen einige Zentimeter Haar bei einem Studio namens Aquarium liegen.
Auf der Fahrt aus der Stadt hinaus durchquerten wir einige Wohnviertel, die auch allesamt auf mich einen sehr lebenswerten Eindruck gemacht haben. Québec ist definitiv eine Stadt, die ich nocheinmal besuchen möchte, aber bitte im Hochsommer, wenn der Schnee vielleicht schon weniger geworden ist!
Bilder aus Montréal
So zeigte sich uns der Park im Hafen von Montreal, als wir am Montag ankamen.
Ja, und im Hostel angekommen zeigte man uns unser Zimmer: Wagen Nr. 1! Das ist der erste links hinter dem Bisschen Schnee.
Als wir dann die Tür zu unserer Zweinächte-Wohnstatt aufsperrten, mussten wir feststellen, dass die vorherigen Bewohner unser "Haus" noch nicht geräumt hatten. Wir gruben also unseren Weg durch den Schnee zurück zur Rezeption, bekamen einen anderen Caravan, aber in diesem fanden wir zwei halbnackte Männer...
Das Chaos bei der Zimmervergabe endete für uns glücklich: Wir wurden ohne Aufpreis in die Frühstückspension La Maison du Patriote verlegt; in ein ganz süßes, altes, total nett eingerichtetes Haus.
Unser Türschild in der Maison.
Am Montag Abend (St. Patrick's Day) trafen wir dann Philipp in einem Irish Pub. Mit dabei waren auch Zoey (ganz links) und ein paar andere Quebecer Freunde von Philipp.
Vieux-Montréal, wo wir wohnten, ist ein wirklich schöner Stadtteil, viele schöne kleine Häuser, zwar ziemlich touristisch aber trotzdem noch von echtem städtischen Alltagsleben gefüllt. Am Foto: Das Hotel de Ville, das Rathaus.
Am Dienstag erklommen wir dann den Mont Royal, der der Stadt den Namen gibt und an den Pariser Montmarte erinnert. Man kann entweder auf Stufen hinaufgehen oder lange gewundene Wege nehmen, die im Winter auch von vielen Langläufern benutzt werden.
Am Aussichtsplatz hat man aus dem Schnee auch ein Cafehaus ausgegraben.
Zu Mittag folgten wir dann dem Tipp des Quebecoise, der mit uns im Auto nach Montréal mitgefahren ist und stellten uns vor der Tür von Schwartz's Deli an, um smoked meat zu essen. Während das Lokal an sich keineswegs anziehend wirkt, herrscht drinnen eine geschäftige, belebte Atmosphäre, das Personal schurlt herum und alles riecht nach Rauchfleisch.
Auf diesem Ofen wird das berühmte Fleisch geräuchert. Eine stattliche Menge Fleisch wird dann in zwei dünne Scheiben Weißbrot mit Senf gepackt.
Auch wenns nicht meine Lieblingsspeise ist, dort hat's mir wirklich gut geschmeckt. Ist jedem Besucher von Montréal zu empfehlen.
Zwar nicht so berühmt wie das Guggenheim-Stiegenhaus in New York, hat auch das Montreal Museum of Fine Arts eine schöne Stiege. Das Museum selbst ist schön, hat mich aber nicht annähernd so beeindruckt wie das MoMA in NYC.
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