Samstag, 15. März 2008

Nächste Woche: Kanada!

Ich glaub es kaum, wie schnell die Zeit hier vergeht. Meine ersten (und einzigen) Ferien hier haben bereits begonnen, und danach hab ich nur mehr sechs Wochen lang Vorlesungen. Spring Break nutzen die meisten Amerikaner dafür, nach Hause zu fahren, mit Ausnahme von Grad Students, die in der Regel im Labor oder bei ihrer andersartigen Arbeit bleiben. Dass die Massen an Collegestudenten nach Florida in die Sonne und zu einem mehrtägigen Besäufnis fahren kann ich zumindest für Cornell nicht bestätigen. Reisen aus Lust und Laune ist ein fast exklusives Erkennungsmerkmal von Austauschstudenten. Die meisten von "uns" fliegen tatsächlich in den Sunshine State Florida.
Gegen alle Sehnsucht nach Wärme, Frühling und Sonne hab ich aber schon vor ein paar Wochen beschlossen, in die entgegengesetzte Richtung, nach Kanada zu fahren. Wenn ich schon einmal hier im Nordosten der USA bin, dann möcht ich die Gelegenheit nützen, möglichst viel in der "näheren" Umgebung zu sehen. Mit Kinsha hab ich auch einen Gefährten gefunden, und in Kanada dürfen wir sogar gemeinsam auf ein Bier gehen![1] Da die öffentlichen Verbindungen zwischen Ithaca und Montreal unzumutbar sind - mit dem Bus müssten wir zweimal umsteigen und wären insgesamt mehr als 10 Stunden unterwegs - nehmen wir ein Mietauto.
Und das ist der Plan:

Montag: Von Ithaca nach Montreal. Auf dieser Fahrt wird uns Simon begleiten, ein Cornell Grad Student, der seine Schwester in Montreal besucht und der einen kleinen Teil der Mietautokosten beisteuern wird.

Mittwoch: Von Montreal nach Quebec City. Nach zwei Nächten in der zweisprachigen Großstadt Montreal fahren wir weiter in die etwas kleinere, französischsprachige Stadt Quebec, die älteste Stadt Nordamerikas und die einzige mit einer richtigen Festung.

Donnerstag: Von Quebec nach Ottawa. An der Grenze zwischen Quebec und Ontario gelegen ist Kanadas Hauptstadt Ottawa die kleinste unserer Destinationen.

Freitag: Von Ottawa zurück nach Ithaca.

Das ist also der Plan. Lasst euch überraschen, von welchen Um- und Irrwege ich dieses Mal berichten werde[2]. Es gibt aber Hoffnung, dass wir diesmal gut, direkt und schnell zum Ziel kommen: Kinsha hat sechs Monate seiner Schulzeit im Freien verbracht[3], und dabei angeblich viel Routine im Kartenlesen erworben, was ihn zu einem guten Navigator machen sollte. Das Fahren wird diesmal allein mir überlassen bleiben.

Ich freu mich schon riesig auf das andere Land, die andere Sprache, andere Städte und ein bisschen Road Trip Atmosphäre! Vielleicht melde ich mich morgen nocheinmal, wenn nicht, dann wünsch ich allen, die welche haben, schon jetzt schöne Ferien in der Karwoche!

[1] Kinsha = 19 > 18 = drinking age in Kanada.
[2] Das Analogon zu unserem kleinen Umweg nach Pennsylvania als wir nach Boston fuhren wär hier wohl ein Ausflug nach Vermont, wobei das schon ein bisschen gar im Abseits wär...
[3] so hab ich's zumindest verstanden, dürfte eine Art Naturerlebnis-Programm seiner Schule gewesen sein

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Vielleicht zur Reisevorbereitung ganz interessant:

http://www.schaetze-der-welt.de/denkmal.php?id=112

Stefan de KLBG