Heute Nacht haben wir in Amerika die Uhr eine Stunde nach vor gestellt, die daylight saving time ist da! Dies hat zwei angenehme Folgen: Dass es hier ab heute erst nach 19h finster wird, und dass drei Wochen lang die Zeitdifferenz zu Mitteleuropa von sechs auf fünf Stunden zusammenschmilzt, bis dann am letzten Märzsonntag auch daheim die Uhren vorgestellt werden.
Eines scheint hier allerdings noch lange nicht zusammenzuschmelzen und sich von dem Begriff Sommerzeit nicht beeindrucken zu lassen: der Schnee. Seit ich hierher gekommen bin, schneit es immer wieder, hat es immer wieder ordentliche Minusgrade, unterbrochen von einzelnen Halbtagen mit frühlingshaften +8°C, und es zeigt sich auch weit und breit kein Knöspchen oder Blümchen auf den Bäumen und Wiesen.
Mittlerweile fällt mir das gar nicht mehr auf, doch irgendwann diese Woche schoss es mir in den Kopf: Es ist schon bald Mitte März-- Das ist doch normalerweise schon echter Frühling, und hier haben wir verdammt nochmal exakt das gleiche Wetter wie im tiefsten Winter! Ehrlich gesagt, würds mich gar nicht wundern, wenn das Wetter hier einfach so bliebe, bis Ende März, über meinen Geburtstag im April bis hin zu Mitte Mai, wo ich wieder nach haus fliege.
Wer auch immer die Sommerzeit in den USA eingeführt hat, vielleicht war's ja wer aus Ithaca und vielleicht wählte er deshalb den jahreszeitneutralen Namen daylight saving, um sich vor ironischen Blicken seiner Nachbarn zu schützen, für die eine Erwähnung des Wortes "Sommer" im März nur Anlass für eiskaltes Gelächter gewesen wäre.
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1 Kommentar:
Womöglich zählt es ja auch zu den erfolgsversprechenderen Aufgaben des Department of Homeland Security, die USA vor dem Klimawandel zu beschützen - beware of the gulf stream and blossoms in may! :-)
Stefan de KLBG
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