Montag, 14. April 2008

161 Stufen, 21 Glocken

161 Stufen wollen erklommen werden, bis man von der Aussicht belohnt wird, die der McGraw Tower bietet. Heute haben wir's endlich geschafft (uns dafür zu treffen, nicht den Aufstieg)! Und wir wurden belohnt, reichlich!

West Campus. Man sieht natürlich auch mein Fenster! (Westen)

Cayuga Lake und eine saftig grüne libe slope. (Nordwest)

Das Arts Quad, einem Sonntag Nachmittag entsprechend eher spärlich begangen. (Norden)

Ho Plaza. In dem Grashügel links verbirgt sich übrigens der Cornell Store. (Süden)

Tower Road, mein nunmehr wieder zu Fuß zurückzulegender Weg ins Labor. (Osten)

Der Platz zwischen Uris Library (links) und Olin Library (rechts).

Williard Straight Hall, wo mein Lieblingskino untergebracht ist. (Südwest)

Moi.

Marija.

Der Uhrturm ist nicht ständig für Besucher geöffnet, aber mindestens dreimal täglich, denn dann wird in der Türmerstube aufgespielt! Die Cornell Chimes, der "Herzschlag des Campuslebens" ertönen, von den Chimesmasters und ihren Lehrlingen händisch (und füßisch) gespielt.

Die "Klaviatur" ist über ein Metallgestänge mit 21 Glocken verbunden. Das Glockenwerk ist damit eines der größten seiner Art weltweit. Die Verbindung zwischen Hebeln und Glocken ist direkt, für jeden Ton gibt es ein Hand- und ein Fußpedal. Ein guter Glockenspieler kann damit also jede beliebige Folge von Dreitonakkorden spielen. Die einfache Mechanik ohne jede elektrische Verstärkung lässt einen gewissen dynamischen Spielraum zu. Die größte Herausforderung and das spielerische Können, besonders beim allmorgendlich gespielten Rag, stellt jedoch das Tempo dar.

Nach dem Konzert wurde die Glöcknerin gefragt, ob man auch Akkorde mit einer Hand und zwei Füßen spielen kann...- Well, you could jump, but that'd be really loud!

Das Repertoire umfasst natürlich auch die Alma Mater (die Cornell-Hymne), den Cornell Evening Song, der stark an Oh Tannenbaum erinnert, und alles mögliche von den Beatles bis zu Schubert.

Die Glöckner von McGraw haben sogar eine eigene Turmtoilette, die dezent italienisch beschriftet ist.

Wer mehr von den Glocken hören will, der kann sich die Website der Cornell Chimes anschauen!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Diese Glockenspiele sind ja wirklich sehr interessant, ich habe mir 3 Stücke auf der Website angehört. Als du das erste Mal von einer Turmglockenspielerin geschrieben hast (am 1.4.) dachte ich, das gehört auch zum Aprilscherz.
Liebe Grüße
Mama

Anonym hat gesagt…

Cool, sowohl der Ausblick, als auch die Glocken!