Ich habe ja schon einmal berichtet, dass ich von einem Feueralarm mitten in der Nacht aus dem Bett gerissen wurde, und damals sogar noch scherzend, dass das hier oefter passiert. Nun: Es passiert oefters. Und diesmal konnte ich mich nicht nachher ausschlafen, nein, ich muss ja um 9h frueh meine Hamsterzellen im Labor umsorgen. Der Alarm war diesmal circa um 2h. Ich lerne ja dazu, und ziehe diesmal ein bisschen mehr an, noch dazu ist es diese Nacht erstaunlich warm gewesen. Feuerwehr, das gleiche Trara wie beim letzten Mal. Doch diesmal duerfte man ernsthafte Schwierigkeiten gehabt haben, den "Brandherd" (also vermutlich Popcorn oder irgendein ein anderes Lebensmittel, das mal wieder zu lange in der Mikrowelle gelassen wurde) zu lokalisieren. Sinnigerweise geht der Alarm auch los, wenn man eine der Nicht-Haupteingangs-Tueren laenger als ein paar Sekunden offen laesst. Das bedeutet freilich auch, dass eine Tuer, die nicht ganz zufaellt sondern 1cm weit offen bleibt, das gesamte Becker House aus den Federn holen kann. Der Alarm wollte und wollte nicht aufhoeren, und nach etwa einer halben Stunde ging ich dann mit dem Grossteil der Belegschaft den Hang hinauf in die rund um die Uhr geoeffnete Olin Library. Dort haben dann ein paar Leute begonnen, Trinklieder zu singen (99 bottles of beer on the wall..., Bier gab es freilich keines), andere fingen zu scrabbeln an. Wir hatten von oben natuerlich keine Moeglichkeit, festzustellen, ob das Haus schon wieder zugaenglich war. Daphna, GRF aus dem fuenften Stock und halbprofessionelle Turmglockenspielerin schlug vor, auf den Clocktower zu gehen um zu schauen, ob am Westcampus noch Feuerwehrautos stehen. Vom Uhrturm muss ich sowieso noch einmal separat erzaehlen, war jedenfalls eine erste Begegnung mit den Glocken unter kuriosen Umstaenden. Nachdem die Feuerwehrautos nicht mehr zu sehen waren, beschlossen wir dann um viertel vier, der Sache eine Chance zu geben und mit Kinsha und Mario ging ich den Berg hinunter. Tatsaechlich war der Alarm aus, aber als wir dann ins Haus gingen, waren alle Lichter aus. Offenbar hat man den Strom-Hauptschalter umlegen muessen, um die Sirenen zum verstummen zu bringen. Uns Nachtwandlern war das dann im Moment aber wirklich egal und wir gingen ins Bett.
Nicht egal war mir allerdings heut in der frueh, dass offenbar auch das Warmwasseraggregat abgeschalten wurde und mich in der Dusche ein eisiger Wasserstrahl erwischte. Fazit: Ich hasse Feueralarme!
Und: Ich wuensche euch allen einen schoenen 1. April und hoffe, dass ich ein paar reinlegen konnte oder zumindest nicht gelangweilt habe. Ich hatte jedenfalls eine wunderbar geruhsame Nacht :-)
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3 Kommentare:
Ich gebe gleich zu, dass es dir gelungen ist mich hereinzulegen! Heute früh dachte ich mir, dass ich von dir heuer nicht in den April geschickt werde und habe es fast ein bisschen bedauert. Aber du enttäuschst mich nicht!!!
Die Geschichte ist sehr spannend, ich habe jedes Wort geglaubt!
Einen schönen 1. April wünscht dir Mama
Hallo,
tust mir leid...
na ich hab heute auch schon so einige in den April geschickt...
LG, Maria
Also wirklich, Magdi, du solltest Schriftstellerin werden! Hättest du es nicht dazugeschrieben, ich hätte dir jedes Wort geglaubt! Auf jeden Fall ist deine Geschichte genauso spannend wie die anderen Blogeinträge...
LG Klara
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