Da waere einmal ein Leserbrief zum Amoklauf an der Northern Illinois University:
"Allow guns on campus I read USA TODAY's story n the terrible shooting at Northern Illinois University. The best way to prevent future shootings is to allow people to carry concealed weapons on campus. I know for a lot of liberal thinkers this is akin to blasphemy, but the reason these shooters are targeting universities is that they know they won't be met with resistance and can do the most damage on campuses. I've been licensed to carry for a few years now. While I accept that carrying a gun is a great responsibility, I also believe it is necessary to protect my family. I'm not going to allow someone who decides to stop taking medications and then goes on a shooting rampage to kill my wife and not at least try to defend her. I'm thankful that the state I live in allows its citizens the chance to defend themselves and our families against evil like this."
- Bryan Toye from Keyser, West Virginia.
Ja, *ganz bestimmt* waehlen die Amoklaeufer ihre eigene Schule oder ihr eigenes College aus, weil das der einzige Ort ist, wo man auf keinen bewaffneten Widerstand trifft. Dass vielleicht ein ueber lange Zeit extrem gestoertes Verhaeltnis zur eigenen Bildungsanstalt entstanden ist, das jene zum Ziel zu solcher Amoklaeufe werden laesst, bedenkt Mister Toye offenbar nicht. Natuerlich lief es mir kalt den Ruecken hinunter, als ich von den shootings in Illinois las. Aber sicherer fuehle ich mich trotzdem hier auf einem Campus mit Waffenverbot, als auf Toye's theoretischer Traumuni, auf der jeder zweite Student eine Waffe mit in die Vorlesung nimmt.
Und dann waere da noch ein richtig amuesanter Artikel ueber die Frage, wer nach Fidel Castros Abdanken denn jetzt der neue Lieblingsfeind der Amerikaner werden will.
Wie auf den Karten eines Kinder-Quartettspiels werden hier Kurzportraits von den Boesen Buben a la Hugo Chaves und Kim Jong Il gebracht, und Schluesselcharakteristika der Feindesfuehrer aufgelistet. Evo Morales (Bolivien), Mahmoud Ahmadinedjad (Iran) oder Robert Mugabe (Zimbabwe) werden hier mit den oben genannten in einen Topf geworfen, lustig geschuettelt und dann schaut man wie bei der Lottoziehung, wer am Ende aus dem Topf herausplumpst. Ohne eine eindeutige Conclusio zu nennen macht Ahmadinedjad auf die USA Today-Journalisten offenbar den gefaehrlichsten eindruck. Wunderbar, wenn dies das Niveau ist, auf dem sich die groesste ueberregionale Zeitung Amerikas mit internationalen Spannungen auseinandersetzt...Ich werde mir morgen wieder eine New York Times nehmen.
1 Kommentar:
Ich denke der Unterschied zwischen der amerikanischen Kronenzeitung und ihrem wahrscheinlich auflagestärkeren österreichischen Pendant, ist folgender: Das Dichand-Imperium würde sein Publikum (das man damit wohl auch heillos überfordern würde) nie im Zweifel darüber lassen, dass die "Redaktion" schon vor Verfassen des Artikel ganz genau weiß, welcher Mensch oder welche Volkgsgruppe der Staatfeind ist. In der Muthgasse möchte man mit solch unnötigem method writing nichts zu tun haben, das würde ja fast an ernsthafte Auseinandersetzung grenzen... :-)
Stefan de KLBG
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