Samstag, 26. Jänner 2008

Am Weg zum Samstagsbrunch

Amerikas Studenten dürften leidenschaftliche Langschläfer sein. Das ist zumindest die Schlussfolgerung aus der Annahme, dass sich die Öffnungszeiten der dining halls den Bedürfnissen der Studenten anpassen und nicht umgekehrt: Denn am Wochenende bekommt man "Früh"stück zumindest am West Campus nicht vor 10.30h. Es bietet sich also die Gelegenheit an, gleich größer zu Frühstücken und einen Brunch[1] daraus zu machen.
Marija und ich entschlossen uns eben dazu und machten uns auf den Weg zum North Campus, das ist jener Teil des Campus, der nördlich des Fall Creek liegt und den man also nur über eine der vier Brücken erreichen kann. Im Gegensatz zur gesamten letzten Woche hatten wir zwar heute einen bedeckten Himmel, doch trotzdem sollten diese Fotos die am Weg zum North Campus entstanden sind, einen Blick wert sein.

Die Wasserfälle am Ende des Beebe Lake, der sich in den Fall Creek ergießt, davor die Triphammer Footbridge.

Die Ruinen einer Industriestätte, die das fallende Wasser als Energielieferanten nützte. Daneben ca. 15 m lange Eiszapfen.

Die andauernde Kälte hat selbst in dem schnell strömenden Wasser massive Eisformationen entstehen lassen.

Der Eingang des North Star Restaurants. Hier bekommt man um 11h alle Arten von Frühstück wie frisches Omelette, Bagels, Konditorwaren, Cerealien, Waffeln, Baked Beans, Würste, Obstsalat, Haferbrei, Croissantes, Kekse, dazu Gegrilltes, Gebratenes, Salate, Eiscreme und mehr, unglaublich.

In diesen horizontalen Pater Noster werden leere Tablets gestellt. Es ist durchaus üblich, sich Unmengen an Essen zu nehmen und dann ein Drittel davon (was etwa einer normalen Portion entspricht) über zu lassen. Auf der anderen Seite des Tabletkarussels wird all das entsorgt. Täfelchen auf den Tischen mahnen, sich weniger zu nehmen und lieber nocheinmal nachzuholen. Der Aufruf wird dabei mit einem Foto von einer ganzen Mulde voller Essensreste illustriert.

Am Rückweg sahen wir dann den Wasserfall noch von der Triphammer Footbridge aus.

Endlich das Beweisfoto: Ich bin wirklich persönlich hier und der Inhalt des blogs ist nicht erfunden und mit Bildern aus dem Internet angereichert!

Schönes Wochenende!

[1] Alois' Vater, bei dem wir zu Silvester zu Gast waren, hat uns eine denkwürdige deutsche Version des englischen Wortes brunch (breakfast + lunch) geliefert: Als Kombination von FRühstück und MittagESSEN, ist es wohl am treffendsten, brunch mit FRESSEN zu übersetzen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Magdi,
Bei der Übersetzung von "brunch" haben wir alle lachen müssen. Ach, und Frühstück um halb 11 klingt herrlich- ich musste heute schon vor 10 Aufstehen.
Maria