Dienstag, 8. Jänner 2008

What goes down, must come up - Oder: Das Wetter in Ithaca


In Wien hellen sich unsere Gemüter auf, weil endlich seit Wochen wieder blauer Himmel zu sehen ist. Der lange Frost legt eine Pause ein, die Vögel singen. Während der letzten Tage galt mein Blick aber nicht so sehr dem österreichischen Wetterbericht, sondern einem kleinen Fensterchen auf meinem Desktop: In diesem lasse ich mir von meinem schönen Windows Vista stets aktuell das Wetter in Ithaca, wo die Cornell University liegt, anzeigen (siehe Bild). Und dort steht tatsächlich, dass die Sonne in Ithaca 16°C bringt. Das Bemerkenswerte daran ist nicht etwa, dass das um 10° wärmer ist als bei uns - was ich übrigens recht schön finde. Nein, skurril sind die 16°, wenn ich sie mit dem vergleiche, was ich letzte Woche zu sehen bekam.
Die Cornell University mahnt ihre Austauschstudenten, sie mögen doch ja genügend warmes Gewand mitbringen. Der Winter sei hart und die Kälte ernst zu nehmen. Dutzende Anfragen meiner Mutter und meiner Großmutter, ob ich mir deswegen nicht doch noch einen neuen Daunenmantel kaufen wolle, wies ich mit der Begründung ab, dass mein Desktopthermometer stets zwischen -3° und + 3° schwankt. Dem war auch so, doch kaum hatte ich die Überredungsversuche abgewehrt, kam die Meldung: -14°C in Ithaca. Am Tag darauf -17°C. Am Tag!! Ich setzte darauf hin den Eintrag "lange Unterhosen kaufen" auf meine ToDo-Liste, über den Daunenmantel könnte man vielleicht auch noch einmal reden.
Doch jetzt, nicht einmal eine Woche später, hat es also um 33°C mehr. Mit dem "Kurze Hosen kaufen"-Eintrag werde ich allerdings noch warten.
Wie wohl das Wetter wirklich sein wird? Ich kann den Artikel mit den gleichen Worten beenden, wie den letzten: Man wird sehen, ich werde berichten.

Keine Kommentare: